Beim Stichwort „Elternarbeit“ denken viele erst mal an Elternabende, Portfolios, gemeinsame Wandertage und und und… Tatsächlich machen Eltern aber auch Arbeit. Und davon nicht wenig. Allen voran wie immer die Eltern von Aileen*…

Da müssen Hosenknöpfe neu angenäht, Klettverschlüsse erneuert und passende Kopfbedeckungen / Jacken / Schuhe verliehen werden. Ebenso hat es sich bewährt einmal pro Woche bei allen Zwergen Finger- und Fußnägel auf eine kindgerechte Länge zu kontrollieren und wenn es sein muss, auch gleich entsprechend zu kürzen. Frei nach dem Motto: bei uns darf kein Kind „bewaffnet“ herumlaufen.

Hinzu kommt noch die ständige Aufklärungsarbeit, die man im Internetzeitalter trotz Google und diversen Elternzeitschriften noch leisten muss: „Eincremen ist wichtig! – am besten morgens BEVOR das Kind in die Sonne geht“ (Auch wenn es nur der Weg zu uns ist) ; „Ja der Sonnenhut sollte idealerweise einen Nackenschutz haben“ ; „Ich denke bei diesem Wetter wären Gummistiefel wohl besser.“ (als weiße Turnschuhe) ; „Ich glaube sie möchte die Schuhe nicht anziehen, weil sie ihr schon ein wenig zu klein sind“. (Eine Woche später trug das Kind nicht mehr Gr. 20 sondern Gr. 23.5!) ; usw…

Mittlerweile möchte ich sogar soweit gehen zu behaupten, dass die Eltern der nervenraubenste Teil an meinem Job sind. Dagegen kann ein ganzer 60l Sack gefüllt mit Durchfallwindeln nicht anstinken! Morgens muss / soll alles unheimlich schnell, aber gleichzeitig „harmonisch“ gehen und nachmittags folgt dann der ewige gleiche Kampf, weil Charlotte* (neu in der Gruppe) sich eben nicht anziehen lassen will, sondern erst mal ihr Gefühlschaos auf die Reihe bekommen muss. (Freude darüber, dass Mama wieder da ist / Frust darüber, dass sie so lange weg war)

Wenn ich mir zu meinem Geburtstag dieses Jahr eines wünsche, dann ist es  Verständnis seitens der Eltern für ihre Kinder. Auf allen Ebenen.