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Unsere Familienbettzeit neigt sich langsam, aber sicher dem Ende zu. Sophie* möchte seit ein paar Wochen lieber in ihrem eigenen Bett schlafen. Ganz allein. Ohne Maulen, ohne Murren, ohne stundenlanges Geschichte vorlesen. Nach dem Zähneputzen (gegen 7 Uhr) geht sie in ihr Zimmer, legt sich hin, ich ziehe ihr die Bettdecke bis unter die Achseln, es gibt ein „Schlaf schön“ und einen Kuss auf die Stirn – das wars. Morgens steht sie dann gegen 6 Uhr auf, kommt zu uns ins Bett und kuschelt sich nochmal für eine Stunde (am Wochenende auch länger) dazu.

Ziemlich entspannt. Und doch irgendwie unerwartet. Zwar habe ich immer zu meiner Entscheidung, das Bett mit meinem Kind von Anfang an zu teilen gestanden, doch wie oft musste ich mir Sätze wie „Ein Kind gehört ins eigene Bett!“ oder „Du verwöhnst sie viel zu sehr!“ anhören. Sogar als „unnatürlich“ und „entwicklungsschädigend“ wurde unsere Schlafkultur von einigen bezeichnet.

Ein Glück, dass nichts davon zutrifft. Sie hängt niemandem „am Rockzipfel“ (besonders mir nicht) und hat auch nicht das Benehmen einer „verzogenen Prinzessin“.

Trotzdem bleibt das Familienbett eine Frage der persönlichen Einstellung. Ich fand es gerade in den ersten Wochen sehr entspannend, nicht nachts raus zu müssen, um das Kind zu stillen. Auch später hatte ich immer den Eindruck, Sophie würde bei uns im Bett wesentlich ruhiger und fester schlafen, als in ihrem Kinderbettchen. Nach einigen Aussiedlungsversuchen um den 18ten Lebensmonat herum, entschlossen wir uns dazu sie selbst entscheiden zu lassen, wann und wie lange sie bei uns schlafen möchte.

Natürlich ist nicht jeder bereit seine Schlafstätte für „so lange Zeit“ (in unserem Fall 25 Monate) mit dem Nachwuchs zu teilen, aber ich kann es allen, die es versuchen wollen oder Schlafprobleme mit ihrem Säugling oder Kleinkind haben, nur wärmstens empfehlen. Die Nestflucht kommt ohnehin irgendwann. Von ganz allein.😉

*Sophie ist der Zweitname unserer Tochter, allerdings nicht der Rufname